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Dashcam Armaturen-Kameras im deutschen Straßenverkehr

Dash-Cam werden in Deutschland immer beliebter. Es handelt sich dabei um kleine Kameras auf dem Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe angebracht, die während der Fahrt alles aufzeichnen. Viele erhoffen sich dadurch eine Verbesserung der Beweisführung im Falle eines Unfalls oder möchten verkehrswidriges Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer zur Anzeige bringen.

Achtung! Dashcam-Aufzeichnungen können als Beweismittel auch gegen den Fahrer verwendet werden,

Dashcam im Einsatz

Doch Vorsicht – Dashcam-Aufzeichnungen können als Beweismittel auch gegen den Fahrer verwendet werden,

siehe auch Stichwort Blackbox bald als Standard im Auto, ähnlich wie im Flugzeug ?. Eine sogenannte Dashcam, was übersetzt soviel wie Armaturen-Kamera bedeutet, erfasst elektronisch die visuelle Umgebung in aller Regle aus Sicht von der Frontscheibe heraus und wird in erster Linie zum Aufzeichnen der Straßensituation genutzt, um für den Nutzer im Straßenverkehr rückwirkend ( z.b. bei einer eventuellen Unfallregulierung ) wichtige, den eigenen Standpunkt als Unfallbeteiligter bekräftigende Hinweise bei der Aufklärung von Verkehrsunfällen zu sammeln..

Juristisch betrachtet ist die Dash-Cam bei Ihrer gebräuchlichsten Nutzungsweise (Im Auto den öffentlichen Verkehr aufzeichnend)  in Deutschland allerdings nicht erlaubt, weil Kameras grundsätzlich nicht dem Datenschutz zuwiderlaufen sollen. Dies tut eine solche, neudeutsch als Dashcam bezeichnete Kamera jedoch, in dem sie öffentlich zugänglichen Raum mittels optisch elektronischen Einrichtungen überwacht.

Das bloße Anbringen am, bzw. im Auto ist dennoch erlaubt. In der Praxis werden dieserart erstellten, elektronischen   Dashcam Aufzeichnungen als Beweismittel vor Gericht auch immer öfters zugelassen. Insbesondere wenn ein, der Wahrheitsfindung dienlicher Beweis vorliegen sollte, so wird die Tatsache, dass neben der juristisch relevanten Situation auch öffentlicher Raum aufgezeichnet wurde, in aller Regel nichts gegen die Zulassung sprechen, oder der Beweis grundsätzlich als unzulässig erachtet.

Dashcam spektakulär

Eine der spektakulärsten Dashcam Aufzeichnungen ist der zurückliegende TA-Airways-Flugzeugabsturz

Achtung bei unzulässiger Dashcam-Nutzung 

Bei Verstoß droht Bußgeld!

Autofahrer, die Dashcam-Videos ins Internet stellen, müssen mit hohen Bußgeldern rechnen. Darauf hat das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht hingewiesen. In bestimmten Fällen sind den Angaben zufolge bis zu 300.000 Euro fällig!

ADAC kritisiert Rechtsunsicherheit

Trotz mehrerer, inzwischen rechtskräftiger Dashcam-Urteile sei die Rechtslage noch immer unklar, kritisiert der ADAC. So fehle etwa eine Differenzierung zwischen privaten und öffentlichen Aufnahmen. Außerdem sei unklar, was z.b.das Urteil für Helmkameras von Motorrad- und Fahrradfahrer bedeute, sagt ADAC-Sprecherin Katja Legner. Hier müsse der Gesetzgeber für Klarheit zu sorgen.

Was ist erlaubt?

Darf ich eine Dashcam benutzen?

Grundsätzlich ja, allerdings gibt es datenschutzrechtliche Einschränkungen. Meist sind auf den Aufnahmen ja andere Verkehrsteilnehmer und amtliche Kennzeichen zu sehen. Wer diese Aufnahmen ins Internet stellt, ohne Personen oder Nummernschilder unkenntlich zu machen, verstößt gegen den Datenschutz. Im Klartext: Wer mit der Dashcam Verstöße anderer aufnehmen und zur Anzeige bringen will, verstößt gegen geltendes Recht.

Was darf ich mit der Dashcam aufnehmen?

Hier gibt es unterschiedliche Meinungen. Grundsätzlich sind Dashcam Aufnahmen in landschaftlich schöner Umgebung für private Zwecke auch dann erlaubt, wenn darauf andere Personen oder Nummernschilder zu erkennen sind. Heikel wird es dann, wenn mit der Dashcam das Ziel verfolgt wird, mögliche Unfälle zu dokumentieren und Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Dazu gibt es unterschiedliche Gerichtsurteile.

Mehr Informationen dazu gibt es auch im atudo podcast, den Sie hier direkt aufrufen können!